Freitag, 9. Januar 2009

Nützliche Links für Chinainterssierte

Allgemein: Hier die Seite von Wikipedia über China: Link

Allgemein: Hier eine gute Internetseiten mit vielen Informationen über China: Link

Abends raus gehen:
Auf www.thebeijinger.com schaue ich mich immer wieder mal um, um meinWochenende zu planen.

Klima:
Hier kann man sich ein Klimadiagramm über Peking anschauen, damit man sich einen Überblick für die Temperaturen in den verschiedenen Monaten machen kann: Link
Klimadiagramm Beijing:

Filme über China.

Für alle, die sich auf einen ChinaBesuch vorbereiten, habe ich hier ein paar Filme von der ZDF Mediathek verlinkt.
Falls eine Fehlermeldung erscheint, einfach auf "Zur ZDFmediathek" klicken.

Geschichten aus dem Reich der Mitte: Link
Chinas Schätze: Teil1, Teil2
Tsingtau - Auf deutschen Spuren in China: Link
Spurlos verschwunden: Link
Kloster der versteckten Kinder: Link
Tibet - Das Geheimnis des heiligen Berges: Link
Essen aus dem Klo: Link
Abenteuer Asien: Teil1, Teil 2

Ich möchte mich deutlich zu einigen Berichten distanzieren, die Berichterstattungen über China sind oft sehr einseitig und zeigen fast nie die schönen Seiten Chinas. Viel mehr werden oft stereotypische Bilder aufgenommen und negative Berichte über China gezeigt, dass verkauft sich besser ;-)

Montag, 22. Dezember 2008

Brechen aus dem Fenster, verschlafenes Silvester und kalte Duschen.

Als erstes wünsche ich allen ein schönes neues Jahr und fröhliche Weihnachten! Ich hoffe ihr seid super rein gekommen und hattet eine schöne Urlaubszeit! Meine Zeit hier in Peking war der Hammer. Meine Freundin ist auch Deutschland gekommen und so konnte ich Babs endlich zeigen, wo ich lebe und was ich hier so mache. Außerdem konnten wir so zusammen Neujahr, Weihnachten und meinen Geburtstag feiern, dass hat sich gelohnt! ;-) Da die wenigsten Chinesen Weihnachten feiern, haben wir unseren eigenen kleinen Gebetsweihnachtsschrein aufgebaut, der für Stimmung sorgte. Leider waren wir beide krank und mussten so den 22-27 im Bett bleiben :-( Aber was solls, shit happens!

Die Mauer, Sommerpalast, Lama- und Himmelstempel waren für Babs dabei natürlich feste Besichtigungspunkte und etliche Bars und Clubs haben wir auch unsicher gemacht. Hier noch ein paar Bilder von verschiedenen Trips und vom Schlittshuhfahren:





















Die schon erwähnten Club Besuche haben natürlich auch sehr viel Spaß gemacht. In der Sanlitun, also quasi die JüdefelderStraße Pekings, reiht sich eine Bar neben der nächsten. Außerdem gibt es verschiedene Diskotheken, die sich gegenseitig in der Lichter- und Spiegelanzahl kontestieren. Auch wer die meisten Monitore und Beamer in der Disko hat, scheint ziemlich cool zu sein. Selbst für mich war es aber nach einiger Zeit doch ein wenig anstrengend... Nach einer unseren Partynächte habe ich mir dann überlegt, es sei einie gute Idee einen Fleischspieß als Absacker zu essen. Auf einem Straßenstand vor meiner Wohnung hat der dann nicht lange auf sich warten lassen. Sofot nach dem Verzehr habe ich mir schon gedacht, huch, da stimmt irgendwas nicht. Im Fahrstuhl wurde das Gefühl nicht wirklich besser und als ich dann 5 Minuten später gerade mal 5 Sekunden im Bett lag, habe ich kurzentschlossen den fleischigen Brei aus dem siebten Stock gebrochen. Irgendwas war da wohl nicht ganz in Ordnung und ich war sehr positiv über meinen Körper erstaunt, wie schnell er schlechtes "abwehrt." Danach ging es mir dann prima und ich konnte nach einer kleinen Zahnhygiene meinen Schlaf ohne weitere Unterbrechungen (Achtung - Wortspiel ;-) ) fortführen.
Ach Silvester war ein tolles Erlebnis. Wir waren am letzten Tag in 2008 Peking Ente essen, was eine sehr füllende und fettige Angelegenheit war. Nach erfolgter Verspeisung des kunstvoll auseinander genommenen Flugobjektes hatten wir uns zu einem kleinen Erholungsnickerchen entschlossen. Um 23.55h habe ich dann Babs geweckt und wir konnten im letzten Moment noch den GinTonic für CountDown zählen präperieren. Somit haben wir Silvester sehr unspannend in der Wohnung verbracht, dachten aber, dass die Chinesen wohl hier und da ein kleines Feuerwerk für die Westler in den Himmel schießen. Somit sind wir zum Fenster (welches ich natürlich vorher nach Bruchstellen untersucht habe (Achtung, Wortspiel ;.-)), um uns wenigsten die eine oder andere Blumenrakete anzuschauen. Aber nichts! Kein Knaller! Kein Licht! Kein Jubel! NICHTS! Das war uns dann doch zu viel und wir sind um 0:30h ins Bett...
Letzten Samstag ist dann noch etwas blödes passiert. Die Gas Rechnung bezahlt man in China nicht etwa monatlich per Bankeinzug, sondern man muss seinen Gaszähler (ähnlich wie bei einem Prepaidhandy) mit einer Karte aufladen. Diese bekommt man in jeder Bank und steckt sie einfach in den Gaszähler, dann wird dieser aufgeladen und das Gas fließt in Strömen. Montag morgen habe ich dann - natürlich voll eingeschäumt - unter der Dusche gemerkt, dass ich die Karte wohl mal wieder aufladen sollte. Prompt versagte der Wassererhitzer und ich erfreute mich kältesten Temperaturen! Das Wasser war so kalt, er kam mir vor als ob es direkt aus dem Kühlschrank geleitet worden war! Gottseidank konnte die Vermieterin das Problem einen Tag später lösen und so konnte Babs, die heute (Dienstag) abgeflogen ist, doch noch eine warme Dusche vor ihren Flug genießen.
Trortz langer Winterpause hoffe ich, es hat euch Spaß gemacht den Blog zu lesen! Ich freue mich natürlich immer über Kommentare, also lasst es Worte regnen!

Machts gut, bleibt gesund,
Dom

Montag, 8. Dezember 2008

Jaaaaa, er lebt noch, er lebt noch, er lebt noch....

Ist er verschollen? Im Krankenhaus? Verschleppt? Oder sitzt er mit gebrochenen Beinen irgendwo auf der Chinesischen Mauer?? NNNEEINN!! Wie der Holzmichel lebe auch ich noch, auch wenn der Blog es nicht erahnen lässt...
Zuersteinmal - Alles ist in Ordnung, mir gehts gut und ich bin gesund. Warum ich so lange nicht geschrieben habe? Erstens wahrscheinlich weil ich im Moment viel Arbeit an der Schule habe. Ich unterrichte mehr und das vorbereiten nimmt viel Zeit in Anspruch. Zweitens weil ich nach einiger Zeit gemerkt habe wie viel passiert ist und ich gar nicht daran denke wollte, alles in den Blog niederzuschreiben. Deswegen lieber verdrängen und vorweg schieben ;-) Aber jetzt werde ich versuchen, das ein oder andere Erlebnis der letzten paar Wochen nieder zuschreiben.

Also.....
Sonntag bin ich von meinem Wochenendetrip aus Xi'an in der Provinz Shaanxi wiedergekommen. Dort wurde in den 1970er Jahren die Terrakotta Arme gefunden, einer der wichtigsten Funde des 20. Jahrhunderts. Die Arme war einfach umwerfend und überwältigt einen, sobald man die erste von drei Hallen betritt. Um die 2000 Terrakotta Soldaten, teilweise mehr, teilweise gar nicht beschädigt begrüßen einen und lassen das Ausmaß der gesamten Anlage erahnen. Es ist nämlich so, dass nur ein kleiner Teil der vergrabenen Arme bis jetzt gefunden bzw. ausgegraben wurde. Man vermutet zwischen 5000 und 7000 Soldaten und kennt auch ihre Lage. Allerdings geht man nun behutsamer mit dem Öffnen der Grabstätten um, da viele Waffen und andere Fundstücke nach Öffnen der Kammern sofort korosierten und somit ihren Glanz verloren. Nun will man es besser machen und lässt sich viel Zeit..

Die Stadt an sich ist auch wunderschön und ich finde sie noch schöner als Peking. Obwohl auch Millionen Stadt, bietet Xi'an noch mehr von dem ursprünglichen China. Außerdem gibt es in Xi'an die letzte komplett erhalten Stadtmauer, die man mit dem Fahrrad in ca. 1,5 Stunden umfahren kann.

Das Hostel war der absolute Hammer und der Preis von 8€ die Nacht war vollkommen angebracht. Die Zimmer waren im alt-Chinen Stil gehalten, es gab im Hostel eine Bar und ein Restaurant mit sehr gutem Essen und das Personal war super nett. Mehrer Gebäude waren durch Gänge und Treppen miteinander verbunden und schon beim Durchgehen war man von den vielen kleinen Tonsoldaten und anderen Skulpturen beeindruckt. Alles im allem ein sehr sehr schöner Trip, der mit 2,5 Tagen dauert natürlich viel zu kurz war...

Ein anderes trauriges Ereignis passiert vor ca. 3 Wochen. Ausgerüstet mit USB-Festplatte und Digitalkamera wollte ich zu einem Film Abend zu ein paar Freunden fahren. Nachdem ich dann mit dem Taxi zum Haus der Freunde gefahren bin und im Auszug stand, habe ich gemerkt, dass ich mein Rucksack im Taxi vergessen habe ;-((( Dies war dann der Anfang einer unendlichen Suche, die ich eigentlich erst letzte Woche aufgegeben habe. Obwohl ich einen Detektiv engagiert habe, eine Radiodurchsage gemacht habe und unzählige Taxifirmen hab anrufen lassen, ist der Rucksack verschwunden und bleibt es wahrscheinlich auch...

Euch wünsche ich nun aber erst einmal ein frohes Fest und einen guten Rutsch ins neue Jahr! Ich hoffe ich finde nochmal Zeit, um ein wenig mehr die letzten Wochen zu beschreiben, also schaut nochmal rein, es lohnt sich bestimmt ;-)

Alles Gute,
Dominik

Freitag, 17. Oktober 2008

China - ein How to..

Da China doch einige Eigenheiten hat, die den Langnasen einige Überraschungen bereiten könnten, habe ich mir überlegt eine Art "How to", also eine Art Benutzerhandbuch für alle Chinareisenden anzufertigen. Ich stelle mir es als wilde Auflistung von verschiedenen Tipps vor, die mir als hilfreich erscheinen. Also los gehts:

1) Toilettenpapier ist bestimmt nichts Selbstverständliches. Öffentliche Toiletten (also mit Mauern umrandete Löcher) bzw. Toiletten im Restaurant haben so gut wie nie Toilettenpapier. Die Taschentücher also nie vergessen!

2) Trinkgeld gibts nicht - egal wo, egal für wen.

3) Autos lassen keinen vorbei. Fahrradfahrer, Fußgänger, Zebrastreifen oder ähnliches sind kein Grund anzuhalten.

4) Geldscheine werden nicht geknüllt oder einfach in die Hose gesteckt. Meistens bekommt man sein Restgeld mit beiden Händen zurück gereicht, und mit dieser "Würde" sollte man das Geld auch sonst behandeln. Zerknittertes oder gar beschädigte Scheine werden oft nicht angenommen.

5) Immer viel Creme dabei haben. Die Luft ist so trocken, dass die Hände und das Gesicht sehr leiden, meine Hände haben schon geblutet...

6) Alle Studenten sollten sich unbedingt einen internationalen Studentenausweis machen lassen und den mit nach China bringen. Es gibt bei allen Sehenswürdigkeiten bis zu 50% Rabat!

7) Ein kleiner Tipp für Wohnungssuchende in China : www.thebeijinger.com Hier gibts auch immer viele Infos über Beijing, lohnt sich!

8) Wer Geld in China abheben sollte, kann seine Maestro Karte (Giro Konto) benutzen. An ausgewählten Automaten kann man so gegen eine Gebühr von ich glaube 5€ seine RMB aus den Automaten ziehen. An sonsten kann ich noch die VISA Karte von der DKB Bank empfehlen. Mit der kann man weltweit kostenlos Geld abholen und es hat bei mir super geklappt!

9) Ein paar Preise: Taxifahrt meist zwischen 1€ und 3€. Essen für 10 Personen ca. 35€. Gas und Strom für ein halbes Jahr: ca. 40€.

10) Jeder der in Beijing ankommt fragt sich, wie er am besten in die Stadt kommt. Ich kann den Airport Express für 25 RMB (ca. 2,60€) empfehlen, der einen direkt in ca. 20 Minuten in die Innenstadt bringt. Aber vorsicht, bei späten Flügen könnte er bereits geschlossen sein! Da gibt es dann Shutle Busse vor dem Flughafen.

11) Lateinische Buchstaben sind doof! Ob für Taxifahrer, Bedienungen oder Verkäufer, die meisten Chinesen können kein PinYin lesen, sondern sind auf chinesische Zeichen angewiesen. Die Adresse des Hotels oder der eigenen Wohnung also immer schön Ausdrucken, bevor es nach China geht! (Versuche das Pinyin einfach dem Taxifahrer vorzulesen schlagen oft fehl :-( )

12) Elektrische Geräte können in China benutzt werden. Die meisten Steckdosen vertragen europäische und Amerikanische Stecker. Die Voltzahl beträgt allerdings 220V und nicht 240V. Das macht aber bei den meisten Geräten nichts aus.

13) Was es in China nicht/schwer/ nur teuer gibt: Kaffee, Brot, Käse, Deo, Messer und Gabel, vernünftige Aufwischmops,

14) Was es in China gibt: IKEA,

15) Wie geht das eigentlich mit Strom/Gas/Wasser/Telefon in China? Alle öffentlichen Versorgungen werden nach den PrePaid Prinzip getätigt. So haben z.B. alle Gas Zähler einen Schlitz, wo eine Art Telefonkarte rein gesteckt werden kann. Diese ist mit einem bestimmten Betrag, z.B. 100RMB aufgeladen, die man dann in den Gaszähler steckt. Eine Digitalanzeige zeigt danach immer das aktuelle Guthaben an. Die Karte kann bei jeder öffentlichen Bank aufgeladen. Auch Telefon und Internetkosten können bei jeder öffentlichen Bank und jeder Post beglichen werden.

Donnerstag, 16. Oktober 2008

Die Mauer...

...stand natürlich auch noch ganz oben auf meiner Besucherliste und letztes Wochenende habe ich es endlich geschafft. Dabei muss man wissen, dass es nicht nur "die Mauer" gibt, sondern auch etliche Kilometer nachgebaute Mauer. Die Hauptmauer ist ca. 2400 km lang, alle Teilstücke zusammen sind ca. 6300km lang. Die Hauptaufgabe der Mauer lag darin, die befeindeten Völker vom Norden her abzuwehren. Dies waren unter anderem z.B. die Mongolen. Die nachgebauten Mauerstücke sind viel bequemer zu besteigen und besser für die Touristen zu erreichen. Nichtsdestotrotz sind auch die "fake" Stücke atemberaubend und bieten unglaubliche Ausblicke. Außerdem hatten wir wieder riesen Glück mit dem Wetter und konnten so kilometerweit in die ferne schauen.








Man kann sich die Aussicht gar nicht vorstellen, vielleicht mit der Aussicht des HockendenWeibs * 100000 :-) Überall kann man Berge sehen, worüber die Mauer sich wie eine Schlange drüber legt. Einer der Highlights dieses Mauerabschnittes ist, dass man von oben bis zum Parkplatz über eine Rutschbahn mit einer Art Bob runter rutschen kann. Und wenn man nicht grade ängstliche BobFahrer vor sich hat, die einen ausbremmsen, wird man sogar richtig schnell. Außerdem gab es noch eine Brücke, die man mit dem Bob befahren konnte und die eine super Aussicht bot. Alles zusammen ist man ca. 4 Minuten gefahren, der Spass hat aber für 3 Stunden gehalten. ;-)


An sonsten war die Woche halbwegs stressig. Heute (Donnerstag) z.B. war ich von 7.45h bis 17.00h in der Schule. Deswegen werd ich mir nun gemütlich einen GinTonic basteln und ein wenig Fern schaun. Also, nächstes Wochenende gehts zum LinkinPark Konzert.

Ach ja, letzte Woche war ich noch zum Tag der Deutschen Einheit in der Botschaft. Obwohl der Termin ein bissl spät war, hat es super Spass gemacht und wurde mit viel deutschem Bier und Schweinshaxe gefeiert ;-) Außer dem Niedersächsischen Ministerpräsident Wulff war auch noch Altbundeskanzler Gerhard Schröder und andere wichtige Persönlichkeiten vor Ort. Man hat gemerkt, es sind doch nur normale Menschen, die auch essen und trinken ;-) Allerdings wusste man spätesten nachdem man eine Zigarre im tragbaren Humidor angeboten bekommen hat, dass der Kreis doch etwas elitärer gewesen war... Naja, ob das so Kreis ist wo ich jedes Wochenende verkehren möchte, ich weiss ja nicht...

Seid gespannt auf den nächsten Bericht und bleibt gesund!
Dom

Montag, 6. Oktober 2008

Besoffene Schlagzeuger, Alfa Pferde und Kämpfende Mongolen.

Juhu!!! Wie schon im letzen Eintrag vermutet, habe ich es wirklich in die innere Mongolei geschafft. Die innere Mongolei ist - anders als die Mongolei - teil von China, womit man sich lästige Visaschwierigkeiten erspart.
Die innere Mongolei liegt wie ein Deckel im norden "auf" China und die Hauptstadt der inneren Mongolei heißt Huhot, kann aber verwirrender Weise verschieden geschrieben werden. (z.B. Hohhot Huhhot, Huhehot etc.)

Dort haben wir uns (Ich&Franca) ein Zimmer in einer Jugendherberge geholt und dort zwei Lehrer
meiner Schule getroffen, mit denen wir uns angefreundet haben. Nachdem wir dann Dienstag Nacht angekommen sind haben wir uns Mittwoch früh sofort auf die erste Erkundungsfahrt in der 2,1 Millionen Stadt gemacht. Die mongolische Kultur ist natürlich sehr vertreten und wird - wahrscheinlich auch aus touristischen Gründen - gepflegt und gefördert. Somit findet man überall traditionelles Essen, Tempelanlagen und Museen, welche einen die Kultur näher bringen.
Jedoch scheinen die Einheimischen im Gegensatz zu Peking Ausländer noch nicht so gewohnt zu sein. Die beiden Lehrer haben ihre zwei Jahre alte Tochter mitgenommen und die hatte es wirklich nicht leicht. Nach kurzer Zeit haben sich kleine Grüppchen gebildet, die die Kleine anfassen wollten und mit ihr ein Foto haben wollten. (siehe Foto)
Dies wurde nach einer Weile wirklich eine Belästigung und obwohl die Chinesen es nicht böse meinen, mussten wir doch klar machen, dass es kein Tier im Zoo, sondern ein Kind ist.
Aber auch die erwachsenen Langnasen wurden viel stärker beobachtet als in Peking und so mussten auch wir vor die Linse. Aber da wir gute Gäste sein wollten und die Huhotter anscheinend Spaß hatten zu fotografieren haben wir gerne gegrinst.
Die zahlreichen buddhistischen Tempel waren wirklich sehr interessant und authentisch, da sie alle von Mönchen bewohnt und genutzt werden. Somit kann man einiges über Religion, Kultur und das Leben der zurückgezogenen Religiösen erfahren. Nachdem wir mehrere Tempel abgearbeitet haben, sind wir zum HotPot Essen gegangen. Diese chinesische Variante des Fondues bietet eine ganz besondere Art des Essen, da man jedes Gericht entweder scharf oder mild essen kann. Man bekommt einen großen Suppentopf, der zweigeteilt ist und kann dann Fleisch entweder in der scharfen oder milderen Hälfte eintauchen und kochen lassen. (siehe Foto) Somit ist auf jeden Fall für Jeden was dabei :-)

Abends hat es Franca und mich dann noch in einen "Musik Club" verschlagen, der ein Tipp unseres Taxifahrers war. Dort angekommen saßen wir dann bis 21h alleine da, als sich plötzlich die Kneipe füllte und die Band anfing zu spielen. Als Hobbyschlagzeuger ist mir direkt der eigenwillige Stil des Drummers aufgefallen und bald wurde auch den anderen klar, dass der Taktgeber gar nicht so rhythmisch spielt. Der hatte sich anscheinend schon zwei Bierchen gegönnt und war ziemlich angeschwippst. Nach drei Lieder kam dann also ein Ersatzschlagzeuger und der erste hat die Kneipe richtung Bett verlassen.
Somit sind wir auch irgendwann gen Hostel gefahren und hatten eine erholsame Nacht. Jedenfalls bis 5h morgens, da dann die Lüftung der Jugendherberge angeschmissen wurde und ich beinahe aus dem Bett gefallen bin. Überraschenderweise war unser Zimmer direkt neben dem Hauptlüftungsrohr und somit konnte man (außer man hat den Franca-Ich-Hör-Gar-Nichts-Schlaf) ab dann kein Auge mehr zudrücken.
Da wir aber am Donnerstag so oder so wegen dem Tagestrip ins Grassland früh aufstehen mussten, habe ich es als eine Art Wecker genommen. Nach zwei Stunden Fahrt waren wir auch schon da - ein riesiges, hügeliges Gebiet mit kurzem Gras übersäht. Dort wurden wir dann als erstes mit einem lokalem Wodka empfangen, der den Magen um 9.30h morgens auf Fahrt gebracht hat. Da gleich danach ein kleiner Pferdetrip (2,5 Stunden) folgte wurde aber alles direkt wieder durchgeschüttelt. (Gottseidank gab es dann bei der Rückkehr noch einen...)
Der Trip in die Steppe war wirklich ein Highlight und die Natur ist ausergewöhnlich schön. Da die Sonne es gut mit uns meinte war dies wohl der schönste Ort der kleinen Reise. Deswegen hier erstmal ein paar Bilder:


Franca hatte wohl zufällig das Alfa-Pferd bekommen und somit war sie immer an erster Stelle. Die Pferde haben so oder so nicht auf die Befehle der Reiter gehört, jediglich die Guides konnten die Pferde mit Pfiffen und Geräuschen "fern steuern". (Was bei meinen Reitkünsten allerdings auch besser ist). Jedenfalls hatte das Pferd von Franca immer das Bedürfniss vorneweg zu laufen und hat somit die Gruppe immer wieder durch geschickte Überholungstaktiken hinter sich gelassen. Auch Umwege über Hügel oder durch größere Löcher hat der Gaul gerne auf sich genommen, um an erster Stelle zu sein.
Obwohl doch einige Touristen dort waren, hat man sich etwas in der Zeit zurückversetzt gefühlt und konnte dank traditionellem Essen und Trinken das Leben in dieser harten und unfruchtbaren Umgebung nachempfinden. Zum Abschluss gab es dann noch eine Einlage: Die lokalen Mongolen wollten uns ihr traditionelles Leben näher bringen und haben uns einen Wrestling Kampf vorgeführt. Nach dieser eher "spielerischen" Einlage haben schon alle die versprochene Pferdeshow erwartet. Diese bestand allerdings nur darin, dass vier Reiter von rechts nach links im Jagdgalopp geritten sind und ein Stück Tuch vom Boden aufgehoben hatten. Da hatten wir uns unter der "spektakulären Reitshow" etwas mehr vorgestellt... (siehe Foto)

Nach der Rückfahrt haben wir uns dann kurz ausgeruht und sind abends noch in eine Kneipe gegangen, die bestimmt in keinem Reiseführer zu finden ist. Als erstes dachten wir, der Laden hätte zu, weil alles dunkel von außen war. Nur ein Licht in Form einer Musiknote ließ einen Klup erahnen. Nachdem wir dann durch das Treppenhaus in die zweite Etage gestiegen sind, wurden wir direkt am Eingang empfangen und in eine Art privat Ecke gesteckt. Der Schuppen an sich war eher dunkel, nur eine Diskokugel erlaubte den tanzwilden Chinesen unfallfreies Bewegen.
Das Taktgefühl scheinen die Chinesen vom ersten Schlagzeuger übernommen zu haben, aber das Wichtigste war, dass alle Spass hatten und vor allem nach dem Song schnell wieder zum Platz zurückkehren konnen. Das war anscheinend eine Art Sport: zwischen den Songs war die ganze Tanzfläche plötzlich leer, sobald die Musik weiter ging füllte sie sich wieder blitzartig und das Getanze konnte seinen Lauf nehmen. (Foto: Sicht von unserem Sitz auf die Tanzfläsche)

Am letzten Tag unserer Reise haben wir dann noch ein paar sehenswerte Tempel und ein Musuem über die innere Mongolei besucht. Das Museemsgebäude war sehr beeindruckend (siehe Foto). Die Ausstellungsstücke fanden wir allerdings nicht sooo interessant. Nach dem 5. Tonkrug und der 23. Kriegsrüstung hatte man dann irgendwann die Nase voll. (Was die Chinesen aber nicht davon abhielt, jedes Ausstellungsstück sorgfältig mit der Kamera zu dokumentieren!) Nach einem ausgiebigen Essen sind wir dann abends zum Flughafen gefahren und zurück nach Peking geflogen.
Zu Hause waren wir dann doch froh mit einem Gin Tonic und Fletzhose (und ohne Lüftungsrohr!!) einen Film zu schauen und ein warmes zu Hause zu haben...

So, ich hoffe auch dieser Bericht hat euch gefallen!
Bleibt gesund und bis bald,
Dom